Beim Tattoo-Bleaching werden Tätowierungen aufgehellt, um sich möglichst weitgehend optisch verschwinden zu lassen. Im Gegensatz zur klassischen Tattooentfernung mittels Laser zielt Tattoo-Bleaching nicht darauf ab, die Farbe vollständig zu entfernen, sondern sie sanft verblassen zu lassen. Dabei kommen spezielle Bleichseren, chemische Peelings oder säurebasierte Wirkstoffe zum Einsatz, die Pigmente in der Haut aufhellen oder deren Abbau beschleunigen. Tattoo-Bleaching wird vor allem bei kosmetisch störenden, verblassten oder farblich ungleichmäßigen Tattoos angewendet, wenn sie vor einem Cover-up oder Permanent Make-up etwas kaschiert werden sollen. Als Alternative gibt es die Pigment Remover Methode, die als effektiver gilt.
Anwendungsbereiche von Tattoo-Bleaching
Tattoo-Bleaching wird insbesondere für kosmetisch auffällige Tätowierungen im Gesicht, am Dekolleté, am Hals oder an den Händen genutzt. Auch bei Microblading-Fehlbehandlungen, veralteten Permanent-Make-up-Linien oder verblassten Tattoo-Resten bietet sich diese Methode an. Zudem kann Tattoo-Bleaching vor einer vollständigen Entfernung als Vorbereitung dienen, um die Pigmentdichte zu reduzieren und die Laserbehandlung zu erleichtern.
Typische Inhaltsstoffe und Technologien beim Tattoo-Bleaching
- Milchsäure und Glykolsäure fördern die Abschuppung der oberen Hautschichten und beschleunigen die Hauterneuerung.
- Vitamin C wirkt aufhellend und schützt gleichzeitig vor oxidativem Stress
- Kojisäure ist ein pflanzlich gewonnener Wirkstoff mit depigmentierender Wirkung.
- Arbutin hemmt die Melaninbildung, wird häufig aus Bärentraubenextrakt gewonnen.
- Enzymkomplexe wirken sanfter als chemische Peelings und lösen gezielt Farbpigmente.
- Nanotechnologie ermöglicht eine gezielte Penetration auf zellulärer Ebene.
Anwendungshinweise für Tattoo-Bleaching
- Die zu behandelnde Hautstelle wird gründlich gereinigt und entfettet.
- Ein spezielles Bleaching-Gel oder eine Lösung mit aufhellender Wirkung wird gezielt auf das Tattoo aufgetragen.
- Je nach Methode wird das Produkt leicht einmassiert oder unter Okklusion (z. B. mit Folie) einwirken gelassen.
- Die Behandlung kann durch sanftes Microneedling, Ultraschall oder Einschleusungstechniken intensiviert werden.
- Nach einer Einwirkzeit wird die Haut beruhigt, gekühlt und mit einer regenerierenden Pflege versorgt.
- Je nach Hautzustand und Tattoo-Intensität sind mehrere Sitzungen im Abstand von 2–4 Wochen notwendig.
- Während der Behandlung muss konsequenter Sonnenschutz aufgetragen und auf mechanische Reizung verzichtet werden.
Vorteile von Tattoo-Bleaching
- Tattoo-Bleaching ist eine sanftere Alternative zur vollständigen Entfernung mit dem Laser.
- Die Methode kann punktuell und gezielt angewendet werden – z. B. für feine Linien oder PMU-Korrekturen.
- Sie ist gut geeignet für helle oder oberflächlich gestochenen Tattoos oder sensible Hautstellen wie Augenbrauen oder Lippenränder.
- Es gibt kein Risiko von Verbrennungen durch Hitze wie bei manchen Lasern.
Nachteile oder Risiken von Tattoo-Bleaching
- Tattoo-Bleaching wirkt nicht bei allen Farben gleich gut – besonders dunkle oder tiefliegende Pigmente reagieren schlecht.
- Die Wirkung ist langsamer als bei der Laserbehandlung – mehrere Sitzungen notwendig.
- Mögliche Nebenwirkungen sind Hautreizungen, Rötungen, Schuppung oder Hyperpigmentierung.
- Die Ergebnisse sind schwer vorhersehbar – es kann zu ungleichmäßiger Aufhellung kommen.
- Eine unsachgemäße Durchführung kann Narben oder Pigmentstörungen verursachen.
Laserfreie Alternativen zu Tattoo Bleaching
Als stärkere Alternative zu Tattoo Bleaching, die auch ohne Laser auskommt, gilt die Pigment Remover Methode. Tattoo-Bleaching und Pigment Remover verfolgen ähnliche Ziele, nutzen dafür aber unterschiedliche Wirkprinzipien. Während Tattoo-Bleaching eine oberflächliche Aufhellung mit milden Wirkstoffen wie Fruchtsäuren oder pflanzlichen Enzymen darstellt, ist Pigment Remover wirkungsvoller und zielt auf eine tiefere Ausleitung der Farbpigmente ab. Die Pigment Remover Methode ist effektiver bei tiefliegenden und dunklen Pigmentierungen.






