Teleangiektasien sind dauerhaft erweiterte kleine Blutgefäße (Kapillaren), die als feine rote, bläuliche oder violette Äderchen sichtbar unter der Haut liegen. Sie treten häufig im Gesicht, besonders auf Wangen und Nase, sowie an den Beinen auf. Umgangssprachlich werden sie auch als „geplatzte Äderchen“ bezeichnet, obwohl sie nicht wirklich platzen, sondern sich erweitern. Die Äderchen selbst sind harmlos, können aber kosmetisch sehr störend wirken und auf eine zugrunde liegende Gefäßschwäche oder Hauterkrankung hinweisen.
Symptome, Ursachen und Behandlung von Teleangiektasien
Teleangiektasien zeigen sich als feine, netzartige Gefäßzeichnungen, die dauerhaft bestehen bleiben und meist keine Schmerzen verursachen. Mögliche Ursachen sind genetische Veranlagung, Hautalterung, chronische UV-Belastung, Temperaturschwankungen, hormonelle Veränderungen, Rosazea oder Alkohol- und Nikotinkonsum. Auch medizinische Therapien wie Cortisonanwendungen können Teleangiektasien begünstigen.
Die Behandlung erfolgt häufig aus ästhetischen Gründen. Bewährt haben sich dabei Laserbehandlungen, IPL (Intense Pulsed Light) oder die sogenannte Sklerosierung, wobei diese Behandlungen von einem Arzt durchgeführt werden müssen. In der Kosmetik können beruhigende und gefäßstärkende Wirkstoffe wie Vitamin K, Niacinamid, Panthenol oder Rosskastanienextrakt helfen, Rötungen zu mildern und das Hautbild zu stabilisieren – eine Entfernung ist damit aber nicht möglich.
Anwendungsbereiche in der Kosmetik
Kosmetische Behandlungen bei Teleangiektasien konzentrieren sich darauf, die Haut zu beruhigen, die Gefäßwände zu stärken und das Erscheinungsbild der Äderchen zu reduzieren. Dabei wird bevorzugt auf Behandlungen für Couperose- oder Rosazea-Haut, Produkte mit gefäßstabilisierenden Wirkstoffen, Massagen mit kühlen, nicht reizenden Texturen, UV-Schutz zur Vorbeugung und Vermeidung starker Hitzeeinwirkung gesetzt.
Typische Inhaltsstoffe zur Hautpflege bei Teleangiektasien
- Rosskastanienextrakt stärkt die Gefäßwände und wirkt entzündungshemmend.
- Vitamin K wirkt gegen Gefäßfragilität und hilft, Blutergüsse schneller abzubauen.
- Panthenol und Allantoin beruhigen die Haut und fördern die Regeneration.
- Niacinamid lindert Rötungen, stärkt die Hautbarriere und wirkt entzündungshemmend.
- Grüner Tee und Centella Asiatica (Tigergras) sind antioxidativ und gefäßberuhigend.
Anwendungshinweise zur kosmetischen Pflege von Teleangiektasien
- Produkte mit Wirkstoffen wie Rosskastanie, Panthenol oder Vitamin K sanft auf die gereinigte Haut auftragen – idealerweise morgens und abends.
- Auf reizende Pflegeprodukte (z. B. Alkohol, ätherische Öle, mechanische Peelings) unbedingt verzichten.
- Bei Reinigung auf milde, pH-hautneutrale Formulierungen achten und warmes statt heißes Wasser verwenden.
- Tagsüber immer einen hohen Lichtschutzfaktor (mindestens SPF 30) auftragen, weil UV-Strahlen Gefäße weiter schädigen können.
- Bei stärker ausgeprägten Äderchen zusätzlich einen grünen Corrector verwenden, um Rötungen optisch zu neutralisieren.
Vorteile kosmetischer Pflege bei Teleangiektasien
- Die richtige Haupflege kann sichtbare Rötungen mildern und das Hautbild beruhigen.
- Sie hilft, die Hautbarriere zu stärken und Entzündungen zu minimieren.
- Sie unterstützt die langfristige Prävention durch UV-Schutz und Gefäßpflege.
- Sie erhöht das Wohlbefinden und das Selbstbewusstsein der Betroffenen.
Nachteile kosmetischer Pflege bei Teleangiektasien
- Die Äderchen selbst können nicht entfernt, sondern nur optisch gemildert werden.
- Falsche Pflegeprodukte (z. B. aggressive Peelings, Alkohol) können das Hautbild verschlechtern.
- Ohne medizinische Begleitmaßnahmen bleiben starke Teleangiektasien meist bestehen.
- Es braucht Geduld und Konsequenz in der Pflege, um sichtbare Verbesserungen zu erreichen.






