Selbstbräuner sind kosmetische Produkte, die der Haut ohne UV-Strahlung eine gebräunte, sonnengeküsste Optik verleihen. Anders als beim Sonnenbaden oder im Solarium basiert die Bräunung nicht auf Pigmentveränderung durch UV-Licht, sondern auf einer chemischen Reaktion mit den oberen Hautschichten. Die gängigsten Wirkstoffe, vor allem Dihydroxyaceton (DHA), reagieren mit Aminosäuren in der Hornschicht und erzeugen so eine bräunliche Färbung.
Anwendungsbereiche von Selbstbräuner
Selbstbräuner finden Anwendung, um ganzjährig eine natürlich wirkende Bräune zu erzielen, ohne die Haut UV-Strahlung auszusetzen. Sie werden in Form von Cremes, Lotions, Sprays, Tüchern oder Mousse angeboten und eignen sich für Gesicht und Körper. Einige Produkte kombinieren die Bräunung mit Hautpflegeeffekten, etwa Feuchtigkeitsspendern oder Anti-Aging-Wirkstoffen. Auch für das Konturieren im Gesicht (Tantouring) oder zur Hautverfeinerung an Beinen und Armen sind sie beliebt.
Typische Inhaltsstoffe in Selbstbräunern
- Dihydroxyaceton (DHA) – Hauptwirkstoff, der die Haut bräunt
- Erythrulose – ergänzt DHA für eine gleichmäßigere Bräunung
- Glycerin oder Hyaluronsäure – für Feuchtigkeit
- Aloe Vera – wirkt beruhigend und pflegend
- Vitamin E – antioxidativ und hautschützend
Anwendungshinweise für Selbstbräuner
- Vor der Anwendung die Haut peelen, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen und ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.
- Auf trockene, saubere Haut auftragen und gleichmäßig verteilen, idealerweise mit einem Applikatorhandschuh.
- Nach dem Auftragen grünlich Hände waschen oder Handschuhe verwenden, um Flecken zu vermeiden.
- Die Einwirkzeit beachten und für mindestens 6 bis 8 Stunden auf Duschen verzichten.
- Die Bräune baut sich innerhalb von Stunden auf und hält je nach Produkt und Hauttyp 3 bis 7 Tage.
Vorteile von Selbstbräuner
- Sie ermöglichen eine Bräune ohne schädliche UV-Strahlung und senken damit das Risiko für Hautalterung und Hautkrebs.
- Die Anwendung ist unkompliziert und führt schnell zu sichtbaren Ergebnissen.
- Viele Produkte kombinieren Bräunung mit Pflege, was die Haut zusätzlich glättet und hydratisiert.
- Mit Übung lassen sich gezielte Effekte wie Konturierung oder Schimmer erzielen.
Nachteile von Selbstbräuner
- Bei falscher Anwendung kann es zu Flecken, Streifen oder ungleichmäßiger Bräune kommen.
- Manche Produkte haben einen intensiven Eigengeruch aufgrund der chemischen Reaktion.
- Die Bräune ist nicht dauerhaft und muss regelmäßig aufgefrischt werden.
- Selbstbräuner bieten keinen UV-Schutz und ersetzen keine Sonnencreme.






