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PMU-Schülerin vermisst Augenbrauen an der Modellpuppe
PMU-Ausbildung: Diese Inhalte lernst du wirklich

Eine gute PMU-Ausbildung deckt fünf Bausteine ab: Haut- und Farbenlehre, Hygiene und Recht, Vorzeichnung, die Techniken für Augenbrauen, Lidstrich und Lippen und dazu sehr viel Übung, erst auf Kunsthaut, dann am echten Modell. Gerätekunde, Kundengespräch, Dokumentation und Nachsorge kommen noch obendrauf. Klingt nach viel? Ist es auch. Ich arbeite seit 30 Jahren in unserem Kosmetik-Familienbetrieb und sage dir ganz offen: An den Inhalten einer Ausbildung erkennst du, ob du danach wirklich an Kundinnen arbeiten kannst oder nur ein hübsches Zertifikat an der Wand hängen hast.

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Die NINON Kosmetik Akademie bietet Aus- und Weiterbildungen im Kosmetikbereich, darunter Permanent Make-up für angehende und erfahrene Fachkräfte.

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Kurz gesagt

  • Theorie zuerst: Hautaufbau, Kontraindikationen, Farbenlehre und Pigmentkunde sind die Basis für jedes haltbare Ergebnis.
  • Hygiene und Recht gehören fest dazu: Pigmente unterliegen in Deutschland dem LFGB und der Tätowiermittel-Verordnung, Hygieneregeln setzen die Bundesländer um.
  • Vorzeichnung entscheidet: Wer nicht sauber vermessen und vorzeichnen kann, rettet das Ergebnis auch mit dem besten Gerät nicht.
  • Techniken: Augenbrauen (Härchen, Puder, Kombination), Lidstrich und Lippen – jede Zone hat eigene Regeln für Nadel, Tiefe und Farbe.
  • Praxis am Modell ist Pflicht. Eine Ausbildung ohne betreute Modellbehandlungen würde ich nicht buchen.

Inhaltsverzeichnis

Die Theorie: Haut, Farbe und Pigmente

Viele Einsteigerinnen wollen sofort an die Maschine. Verständlich. Aber die ersten Stunden einer seriösen Ausbildung gehören der Haut – und das hat einen handfesten Grund.

Hautaufbau und die richtige Stechtiefe

Beim Permanent Make-up bringst du Pigment in die obere Lederhaut. Bleibt es zu oberflächlich in der Oberhaut, wächst es mit der natürlichen Hauterneuerung einfach heraus, und die Kundin steht nach wenigen Wochen mit lückenhaften Brauen vor dir. Gehst du zu tief, verläuft die Farbe unter der Haut, die Kontur wird unscharf und schimmert oft gräulich oder bläulich durch. Diese Balance lernst du nicht aus einem Skript. Du lernst sie, indem dir jemand erklärt, wie sich die Haut unter der Nadel anfühlt, wie sie auf zu viel Druck reagiert und woran du siehst, dass du gerade richtig liegst.

Zur Hautkunde gehört auch, Hauttypen zu unterscheiden. Ölige, großporige Haut hält feine Härchenstriche schlechter als trockene, feste Haut. Reife, dünne Haut braucht eine leichtere Hand. Wer das weiß, berät ehrlicher und wählt die passende Technik.

Hautaufbau und die richtige Stechtiefe

Kontraindikationen und Anamnese

Ein Teil der Theorie dreht sich darum, wann du nicht behandelst oder erst nach ärztlicher Rücksprache. Schwangerschaft und Stillzeit, blutverdünnende Medikamente, Neigung zu wulstigen Narben, akute Hautentzündungen im Behandlungsbereich, frische Botox- oder Filler-Behandlungen in der Nähe – das sind typische Punkte auf dem Anamnesebogen. Bei Lippen fragst du zusätzlich nach Lippenherpes in der Vorgeschichte. Deine Aufgabe ist dabei nicht, Diagnosen zu stellen. Deine Aufgabe ist, die richtigen Fragen zu stellen und im Zweifel zu sagen: „Bitte klär das vorher mit deiner Hautärztin oder deinem Hausarzt ab.“ Das unterscheidet Profis von Hobby-Pigmentiererinnen.

Farbenlehre: das Detail, das über Jahre entscheidet

Hier zeigt sich, ob eine Ausbildung Tiefe hat. Pigmente verändern sich in der Haut über die Zeit, und zwar nicht gleichmäßig: Die verschiedenen Farbanteile bauen unterschiedlich schnell ab. Ein kühles Aschbraun auf einer Haut mit kühlem Unterton kann nach einiger Zeit grau oder bläulich wirken, weil die wärmeren Anteile zuerst verblassen. Deshalb arbeiten erfahrene PMU-Artists mit Korrekturpigmenten (sogenannten Modifiern), mischen etwa einen Hauch Orange oder Gold unter, um diesem Effekt vorzubeugen.

In der Ausbildung lernst du also:

  • den Hautunterton zu bestimmen (warm, kühl, neutral),
  • den Farbkreis praktisch anzuwenden, also Komplementärfarben zur Neutralisation,
  • Pigmentfarben passend zu Haar- und Hautfarbe auszuwählen,
  • alte, verfärbte Pigmentierungen einzuschätzen, bevor du darüber arbeitest.

Ganz ehrlich: Die meisten „misslungenen“ Permanent Make-ups, die bei uns zur Beratung kommen, sind keine Technikfehler. Es sind Farbfehler.

Pigmente und ihre rechtlichen Grundlagen

In Deutschland unterliegen Mittel für Permanent Make-up, genau wie Tätowiermittel, dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) und der Tätowiermittel-Verordnung, die unter anderem Sicherheit und Kennzeichnung der Produkte regelt. Das erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung in seinen Fragen und Antworten zu Tätowiermitteln. Für dich heißt das praktisch: Du lernst, ein Etikett zu lesen, Chargennummern zu dokumentieren und nur Pigmente zu verwenden, die korrekt gekennzeichnet sind. Wer billig über dubiose Online-Shops einkauft, spart am falschen Ende.

Hygiene und Infektionsschutz

Beim Pigmentieren öffnest du die Hautbarriere. Dadurch können Bakterien, Viren oder Pilze eindringen – das beschreibt das BfR ausdrücklich als Risiko beim Tätowieren, und für PMU gilt dasselbe Prinzip. Ein großer Ausbildungsblock dreht sich deshalb um saubere Abläufe:

  1. Arbeitsplatz vorbereiten: Flächendesinfektion, Abdecken mit Einmalmaterial, klare Trennung von reinem und unreinem Bereich.
  2. Händehygiene und Handschuhe: Wann du wechselst, und zwar nicht erst, wenn es „sich so anfühlt“.
  3. Sterile Einmalmodule: Nadeln werden steril verpackt geöffnet, vor den Augen der Kundin, und danach im Kanülenabwurf entsorgt.
  4. Hautdesinfektion vor dem Vorzeichnen und vor dem ersten Stich.
  5. Kreuzkontamination vermeiden: Pigmentkappen portionieren, nie zurück in die Flasche, Gerät mit Schutzhülle.
  6. Entsorgung und Dokumentation: Was in welchen Abfall gehört und was du festhältst.

Als Orientierung dient die europäische Norm DIN EN 17169, die Leitlinien zum Infektionsschutz und Anforderungen an die Sterilität enthält und Hinweise zur Nachsorge gibt. Sie ist allerdings nicht verbindlich. Verbindlich sind die Hygieneregeln deines Bundeslandes, denn Hygieneanforderungen für das Tätowieren werden auf Landesebene umgesetzt, wie im Protokoll der BfR-Kommission für Tätowiermittel festgehalten ist. Eine gute Ausbildung zeigt dir, wo du die Vorgaben für deinen Standort findest, und erwähnt das nicht nur im Nebensatz.

Vorzeichnung und Gesichtsvermessung

Wenn ich einen einzigen Inhalt nennen müsste, an dem die meisten Anfängerinnen am längsten knabbern, dann ist es die Vorzeichnung. Nicht das Gerät.

Du lernst, Augenbrauen nach den Proportionen des Gesichts zu vermessen: Anfang, höchster Punkt und Ende der Braue, abgeleitet von Nasenflügel, Pupille und äußerem Augenwinkel. Dazu kommen Hilfsmittel wie Vermessungsfaden, Brauenlineal und Vorzeichenstift. Und dann der schwierigste Teil – die Asymmetrie. Kein Gesicht ist symmetrisch. Eine Braue sitzt höher, ein Augenlid hängt mehr, ein Lippenbogen ist flacher. Deine Vorzeichnung muss das ausgleichen, ohne dass das Ergebnis künstlich wirkt.

Mein Tipp aus der Praxis: Zeichne in der Ausbildungszeit jeden Abend ein paar Brauen auf Papier oder Übungsvorlagen. Klingt banal. Wirkt aber.

Die Techniken: Augenbrauen, Lidstrich und Lippen

Jede Körperzone hat ihre eigenen Anforderungen. Die Haut am Lid ist hauchdünn, die Lippe ist Schleimhaut-nah und blutet schneller, die Braue verzeiht etwas mehr, ist dafür aber im Gesicht am auffälligsten. Einen ausführlichen Überblick über die PMU-Techniken findest du bei uns im Blog. Hier die Kurzfassung, was in der Ausbildung typischerweise dran ist:

BereichTypische TechnikenWorauf es in der Ausbildung ankommt
AugenbrauenHärchentechnik, Puder-Effekt (Powder Brows), Kombination aus beidemStrichführung, Haarwuchsrichtung, gleichmäßiger Pudereffekt, Farbwahl zum Hautunterton
LidstrichWimpernkranzverdichtung, feiner oder breiterer LidstrichLid straffen, sehr ruhige Hand, geringe Tiefe, Sicherheit am Auge
LippenKontur, Kontur mit Schattierung, VollschattierungLippenrand definieren, Farbwahl auf Lippeneigenfarbe, stärkere Abheilungsreaktion einplanen

Bei den Augenbrauen lernst du meistens drei Wege: Härchenzeichnung für ein natürliches Ergebnis bei Kundinnen mit lückigen Brauen, den weichen Pudereffekt für einen gefüllten, geschminkten Look und die Mischtechnik aus beidem. Lidstrich und Lippen gelten als anspruchsvoller. Ich persönlich halte es für sinnvoll, mit Brauen sicher zu werden, bevor man an Augen und Lippen geht – die Lernkurve ist einfach flacher. Mehr zu den einzelnen Zonen liest du auf unseren Seiten zu PMU-Augenbrauen, zum PMU-Lidstrich und zu PMU-Lippen.

Geräte, Nadeln und Arbeitsmaterial

Gerätekunde klingt trocken, ist aber ein Inhalt, bei dem du sehr schnell merkst, ob die Ausbilderin selbst täglich arbeitet. Du lernst:

  • Gerätetypen: wie sich Geräte in Hub, Geschwindigkeit und Handling unterscheiden und warum das Gewicht in der Hand nach zwei Stunden Behandlung spürbar wird.
  • Nadelkonfigurationen: Einzelnadel für feine Linien und Härchen, mehrere Nadeln in runder oder flacher Anordnung für Schattierungen und Flächen.
  • Einstellungen: Wie Geschwindigkeit, Handtempo und Winkel zusammenspielen. Zu langsam geführte Hand bei hoher Frequenz? Dann landet zu viel Pigment an einer Stelle.
  • Verbrauchsmaterial: Pigmentkappen, Schutzhüllen, Vorzeichenmaterial, Abdeckfolien, Pflegeprodukte für die Nachsorge.
  • Pflege und Wartung des Geräts, damit es nicht mitten in der Behandlung streikt.

Ein Gerät für die Ausbildung musst du nicht zwingend vorher kaufen. Frag aber vorher nach, mit welchem Gerät geübt wird und ob du Material zum Weiterüben mitnehmen kannst.

Üben: erst Kunsthaut, dann Modell

Praxis kommt in Stufen. Zuerst arbeitest du auf Übungshaut aus Silikon: Linien ziehen, Kreise, Schattierungen, gleichmäßiger Druck. Das fühlt sich anfangs merkwürdig an, weil Kunsthaut anders reagiert als echte Haut. Trotzdem: Hier lernst du Handhaltung und Rhythmus, ohne dass jemand die Folgen trägt.

PMU-Schülerin übt Linien auf Silikonhaut

Danach folgen Modellbehandlungen unter Aufsicht. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Frag vor der Buchung konkret: Wie viele Modelle behandle ich selbst? Wer stellt die Modelle? Schaut die Ausbilderin bei jedem Schritt zu? Eine Ausbildung, in der du am Modell nur zuschaust, ist für mich keine vollständige PMU-Ausbildung.

Vorkenntnisse brauchst du übrigens nicht unbedingt. Ein kosmetischer Hintergrund hilft beim Verständnis für Haut und Hygiene, Zeichentalent hilft bei der Vorzeichnung. Beides lässt sich aber lernen, wenn du bereit bist, nach dem Kurs weiter zu üben. Was du mitbringen solltest: eine ruhige Hand, Geduld und den Willen, Kundinnen auch mal ehrlich abzuraten.

Kundengespräch, Dokumentation und Nachsorge

Diese Inhalte gehen in vielen Kursbeschreibungen unter, dabei machen sie im Studioalltag einen großen Teil deiner Arbeit aus. Du lernst, wie ein professioneller PMU-Ablauf aussieht – vom ersten Gespräch bis zur Nachbehandlung:

  • Beratung: Wünsche erfragen, realistische Erwartungen setzen, Fotos vom Ausgangszustand machen.
  • Einwilligung und Anamnese: schriftlich, unterschrieben, mit Hinweis auf Risiken und Abheilung.
  • Dokumentation: verwendete Pigmente mit Charge, Nadel, Behandlungsdatum, Besonderheiten.
  • Nachsorge: Pflegehinweise für zu Hause, was in den ersten Tagen zu meiden ist, wie die Abheilung typischerweise verläuft.
  • Nachbehandlung: Warum ein zweiter Termin nach der Abheilung fest zum Konzept gehört und wie du Farbverlust ausgleichst.

Glaub mir, eine Kundin, die vorher genau weiß, dass ihre Brauen in den ersten Tagen dunkler und kräftiger aussehen, ruft nicht panisch am Wochenende an.

Grundausbildung oder Intensivausbildung?

Bei der Wahl zwischen Grundausbildung und vertiefender Ausbildung geht es weniger um „besser oder schlechter“, sondern darum, wo du gerade stehst. Eine Basis-Ausbildung legt das Fundament: Theorie, Hygiene, Vorzeichnung, erste Technik und Modellpraxis. Wer mehr Zonen, mehr Techniken und mehr betreute Praxis möchte, greift zur intensiveren Variante. Perfektionstrainings richten sich an Artists, die schon arbeiten und gezielt an einer Technik feilen wollen.

Mein Rat: Sei ehrlich zu dir. Wenn du Quereinsteigerin bist und vom Permanent Make-up leben willst, reicht ein Wochenendkurs nicht. Plane die Zeit nach der Ausbildung gleich mit ein, denn das eigentliche Können entsteht in den Wochen danach. Was die verschiedenen Wege kosten, wie lange sie dauern und welche Förderung möglich ist, haben wir in unserem Beitrag zu Kosten, Dauer und Förderung der PMU-Ausbildung zusammengestellt.

Woran du eine gute PMU-Ausbildung erkennst

Bevor du buchst, geh diese Liste durch:

  • Gibt es einen schriftlichen Lehrplan mit Theorie- und Praxisanteilen?
  • Werden Hygiene, Recht und Pigmentkennzeichnung als eigene Inhalte behandelt?
  • Behandelst du selbst Modelle unter Aufsicht?
  • Ist die Gruppe klein genug, dass die Ausbilderin dir wirklich über die Schulter schaut?
  • Ist der Bildungsträger zertifiziert, und wird das Zertifikat anerkannt?
  • Gibt es Ansprechpartner nach dem Kurs, wenn die ersten eigenen Kundinnen kommen?

Und eine Frage, die kaum jemand stellt: Was passiert, wenn du nach dem Kurs merkst, dass du noch unsicher bist? Eine gute Schule hat darauf eine Antwort.

PMU-Ausbildung bei NINON in Berlin

Bei uns in der NINON Kosmetik Akademie kannst du zwischen zwei Wegen wählen: der Permanent Make up Artist – Basis-Ausbildung für 1.990 € und der Permanent Make up Artist – Intensiv Ausbildung für 2.490 €. Alle Details zu Inhalten und Terminen findest du auf unserer Seite zur PMU-Ausbildung in Berlin.

Ninon-Kosmetik-Akademie

Wir sind AZAV-zertifizierter Bildungsträger, TÜV-zertifiziert und zertifizierte Landesschule des Bundesverbands für Kosmetik und Fußpflege e. V. Deshalb kann eine AZAV-Weiterbildung Permanent Make-up unter Umständen über einen Bildungsgutschein gefördert werden, und wir unterstützen dich bei der Antragstellung.

Unsere Sicht auf die PMU-Ausbildung

Wir sehen jeden Monat Frauen, die einen günstigen Schnellkurs gemacht haben und danach nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Das Gerät liegt im Schrank, die Unsicherheit ist groß. Deshalb bauen wir unsere Ausbildung so auf, dass Theorie, Hygiene und Farbenlehre genauso ernst genommen werden wie die Technik selbst.

Wir glauben an die Verbindung aus fundierter Theorie und Praxis in Präsenz. Viele unserer Kurse sind hybrid organisiert: Die Theorie lernst du online in deinem Tempo, die Praxis machst du bei uns vor Ort, mit Ausbilderinnen, die dir über die Schulter schauen. So kommst du gut vorbereitet in die Praxistage und nutzt die Zeit am Modell voll aus.

Und wir denken weiter als bis zum Zertifikat. Mit unseren mehrfachen Zertifizierungen und unserem Business Training wollen wir dir helfen, aus dem Können auch einen Beruf zu machen. Permanent Make-up ist ein wunderschönes Handwerk – wenn man es richtig lernt.

Selin Arowolo

Quellen

Empfehlungen

Häufige Fragen zur PMU-Ausbildung

Was lernt man in einer PMU-Ausbildung?

Du lernst Hautkunde, Kontraindikationen, Farbenlehre und Pigmentkunde, Hygiene und rechtliche Grundlagen. In der Praxis kommen Vorzeichnung, Gerätekunde und die Techniken für Augenbrauen, Lidstrich und Lippen dazu, geübt erst auf Kunsthaut und dann am Modell. Beratung, Dokumentation und Nachsorge runden die Ausbildung ab.

Brauche ich Vorkenntnisse für eine PMU-Ausbildung?

Nicht zwingend. Eine kosmetische Vorbildung erleichtert dir vor allem Hautkunde und Hygiene, Zeichenerfahrung hilft bei der Vorzeichnung. Entscheidend sind eine ruhige Hand und die Bereitschaft, nach dem Kurs regelmäßig weiterzuüben.

Ist PMU-Artist ein anerkannter Ausbildungsberuf?

Schon für Tätowierer hält die BfR-Kommission für Tätowiermittel fest, dass es in Deutschland kein anerkannter Ausbildungsberuf ist. Permanent Make-up lernst du in der Praxis über Schulungen und Weiterbildungen. Umso mehr lohnt es sich, auf einen zertifizierten Bildungsträger mit anerkanntem Abschluss zu achten.

Wird an echten Modellen geübt?

In einer guten Ausbildung ja, nach den ersten Übungen auf Kunsthaut. Frag vor der Buchung, wie viele Modelle du selbst behandelst und wer sie stellt. Nur zuschauen reicht nicht, um später sicher an Kundinnen zu arbeiten.

Kann ich die PMU-Ausbildung fördern lassen?

Das ist möglich, wenn der Kurs bei einem AZAV-zertifizierten Träger stattfindet und die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter einen Bildungsgutschein ausstellt. Ob du Anspruch hast, entscheidet deine zuständige Stelle im Einzelfall.

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Joachim-Friedrich-Str. 52
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