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Eine Kosmetikerin trägt in ihrem Studio dauerhaftes Make-up auf.
Permanent Make-up: Präzision und Sicherheit für Kosmetikerinnen

Viele Kosmetikfachkräfte in Berlin stehen vor der Herausforderung, neue Kundenwünsche professionell umzusetzen und dabei auf dem neuesten Stand zu bleiben. Permanent Make-up bietet vielfältige Möglichkeiten, von Microblading bis Powder Brows, um Augenbrauen, Lippen und Lider wirkungsvoll zu veredeln. Wer aktuelle Techniken und rechtliche Anforderungen wie die NiSV kennt, erweitert nicht nur das eigene Angebot, sondern sorgt für sichere, dauerhafte Resultate. Strikte Hygiene und fundiertes Know-how machen den Unterschied für begeisterte und treue Kundinnen.

Inhaltsverzeichnis

Wichtigste Erkenntnisse

PunktDetails
Permanent Make-up ist keine dauerhafte LösungDie Pigmente verblassen über die Zeit und erfordern Auffrischungen alle 12 bis 36 Monate.
Klare Kommunikation mit Kunden ist entscheidendFachkräfte sollten realistische Erwartungen bezüglich des Ergebnisses und der Nachsorge setzen.
Hygiene ist unerlässlichStrikte Hygienepraktiken verringern das Risiko von Infektionen und Komplikationen erheblich.
Rechtliche Anforderungen beachtenDie NiSV-Vorgaben müssen eingehalten werden, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Permanent Make-up: Definition und Missverständnisse

Permanent Make-up ist eine kosmetische Behandlung, die speziell ausgebildete Fachkräfte durchführen. Dabei werden Pigmente mit einer feinen Nadel in die oberflächlichen Hautschichten eingebracht, um dauerhafte kosmetische Effekte zu schaffen.

Die Technik unterscheidet sich grundlegend von Tätowierungen. Während Tätowierungen tiefer in die Haut eindringen, arbeitet Permanent Make-up gezielt in den epidermalen Schichten.

Was Permanent Make-up wirklich ist

Permanent Make-up besteht aus mehreren Kernmerkmalen:

  • Oberflächliche Pigmentierung: Die Pigmente sitzen in den oberen Hautschichten, nicht in der Dermis
  • Spezialisierte Technik: Präzisionsinstrumente ermöglichen millimetergenaue Anwendung
  • Kosmetische Zwecke: Augenbrauen, Augenlider und Lippen werden neu definiert oder intensiviert
  • Professionelle Anwendung: Nur zertifizierte Fachkräfte dürfen diese Behandlung durchführen

Die Haltbarkeit liegt typischerweise zwischen 12 und 36 Monaten, abhängig von Hauttyp, Sonneneinstrahlung und Lebensstil. Bei einigen Kunden verblasst die Farbe schneller, bei anderen länger.

Häufige Missverständnisse

Viele Menschen verwechseln Permanent Make-up mit anderen Techniken oder haben unrealistische Erwartungen. Das führt zu Enttäuschungen, die häufig hätten vermieden werden können.

**Missverständnis 1: “Es ist für immer”

Der Name ist tatsächlich irreführend. Die Pigmente sind nicht permanent wie eine Tätowierung. Sie werden vom Körper allmählich abgebaut und verblassen über Jahre.

**Missverständnis 2: “Es sieht sofort perfekt aus”

Nach der Behandlung erscheint das Ergebnis zunächst intensiver als das Endergebnis. Die Pigmente verblassen in den ersten Wochen um etwa 20 bis 40 Prozent. Kunden sollten diesen natürlichen Prozess kennen.

**Missverständnis 3: “Alle Fachkräfte arbeiten gleich gut”

Die Qualität variiert erheblich. Umfangreiche Kenntnisse zu Permanent Make-up sind entscheidend für sichere und professionelle Ergebnisse. Eine gute Ausbildung macht den Unterschied zwischen beeindruckenden Ergebnissen und kostspieligen Korrekturen.

**Missverständnis 4: “Es ist schmerzlos”

Die Behandlung ist nicht schmerzfrei, aber der Schmerz ist gering und meist gut auszuhalten. Moderne Anästhesiesalben minimieren das Unbehagen erheblich.

Realistische Erwartungen setzen

Als Kosmetikfachkraft sollten Sie klare Gespräche mit Kunden führen. Erklären Sie transparent, wie der Prozess abläuft und was realistisch möglich ist.

Wichtige Punkte für Kundengespräche:

  • Die Farbe verblasst über Zeit und muss aufgefrischt werden
  • Das Ergebnis soll natürlich aussehen, nicht übertrieben
  • Der Hautzustand beeinflusst das Endergebnis
  • Einzelne Nachbehandlungen sind oft notwendig

Klare Kommunikation vor der Behandlung schützt Ihre Reputation und die Zufriedenheit Ihrer Kunden langfristig.

Pro-Tipp: Erstellen Sie vor jeder Behandlung ein schriftliches Informationsblatt, das Ihre Kunden unterschreiben. Dies dokumentiert, dass Sie Erwartungen und Prozess transparent kommuniziert haben.

Verschiedene Techniken und Behandlungsarten

Permanent Make-up ist nicht gleich Permanent Make-up. Je nach gewünschtem Ergebnis und Hauttyp der Kunden kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Als Kosmetikfachkraft sollten Sie alle gängigen Methoden kennen, um Ihre Kundinnen optimal beraten zu können.

Die Wahl der richtigen Technik entscheidet über das finale Aussehen und die Zufriedenheit Ihrer Kunden. Jede Methode hat ihre besonderen Stärken und Anforderungen.

Übersicht der gängigen Techniken

Verschiedene Permanent-Make-up-Methoden bieten unterschiedliche ästhetische Effekte und eignen sich für verschiedene Kundenwünsche.

Microblading erzeugt feine Härchenzeichnungen komplett manuell. Diese Technik wirkt besonders natürlich und eignet sich für Kundinnen, die einen zarten, definierten Look bevorzugen.

Detailaufnahme einer professionellen Microblading-Technik für die Augenbrauen

Powder Brows sorgen für einen sanften Pudereffekt, ähnlich wie aufgetragenes Make-up. Die Methode eignet sich hervorragend für Kundinnen mit älteren Augenbrauen oder die einen softeren Look wünschen.

Ombre Brows bieten einen eleganten Farbverlauf von hell zu dunkel. Dieser Effekt wirkt dreidimensional und verleiht den Augenbrauen mehr Tiefe und Ausdruckskraft.

Kombi Brows verbinden Härchenzeichnung mit Schattierung für einen volleren Look. Diese Hybrid-Technik ermöglicht maximale Flexibilität und wirkt besonders ausdrucksstark.

3D Vollpigmentierung sorgt für intensive Farbe und tiefe Wirkung. Diese Methode ist ideal für Kundinnen, die einen kräftigen, definierten Augenbrauenlook bevorzugen.

Im Folgenden werden die wichtigsten Unterschiede zwischen den Permanent Make-up-Techniken dargestellt:

TechnikGerät manuell oder maschinellIdeal für HauttypErgebniswirkung
MicrobladingManuell (Handstift)Normale bis trockene HautSehr natürliche Härchenoptik
Powder BrowsMaschinellFettige und reife HautSanfter Puder-Effekt
Ombre BrowsMaschinellGeeignet für alle HauttypenDreidimensionaler Farbverlauf
Kombi BrowsKombi (manuell/maschinell)Dünne oder lückenhafte BrauenDefinierter vollerer Look
3D VollpigmentierungMaschinellDichte, kräftige BrauenIntensive, ausdrucksstarke Farbe

Auswahl nach Hauttyp und Kundenwunsch

Nicht jede Technik passt zu jeder Kundin. Mehrere Faktoren beeinflussen die beste Wahl:

  • Hauttyp: Ölige Haut benötigt andere Techniken als trockene Haut
  • Natürlicher Haarwuchs: Kundinnen mit wenig oder keinem natürlichen Haarwuchs profitieren von anderen Methoden
  • Persönlicher Stil: Manche Kundinnen wünschen sich einen natürlichen Look, andere einen dramatischeren Effekt
  • Alterungsprozess: Älter wirkende Haut kann von bestimmten Techniken besser profitieren
  • Pigmenthaftung: Manche Hauttypen halten Pigmente länger als andere

Ein ausführliches Beratungsgespräch vor der Behandlung ist daher unverzichtbar.

Praktische Unterschiede bei der Anwendung

Jede Technik erfordert unterschiedliche Geräte und Arbeitsweisen. Microblading funktioniert beispielsweise manuell mit einem Handstift, während Powder Brows und andere Methoden maschinelle Unterstützung nutzen.

Die Behandlungsdauer variiert ebenfalls erheblich. Microblading dauert oft 2 bis 3 Stunden, während Kombi Brows 3 bis 4 Stunden in Anspruch nehmen können. Ihre Kundinnen sollten diese Zeiten von Anfang an kennen.

Die richtige Technik für die richtige Kundin führt zu begeisternden Ergebnissen und loyalen Kunden, die Ihre Arbeit weiterempfehlen.

Pro-Tipp: Erstellen Sie für jede Technik eine Bildergalerie mit vorher/nachher Fotos, um Kundinnen bei der Auswahl zu helfen. Dies reduziert Missverständnisse und zeigt Ihre Fachkompetenz.

Ablauf und Besonderheiten der PMU-Behandlung

Die Permanent Make-up Behandlung folgt einem strukturierten Ablauf, der Sicherheit und optimale Ergebnisse gewährleistet. Als Kosmetikfachkraft müssen Sie jeden Schritt professionell durchführen und Ihre Kundinnen umfassend informieren.

Ein gut organisierter Behandlungsablauf schafft Vertrauen und reduziert Angst bei Ihren Kundinnen erheblich.

Der komplette Behandlungsablauf

Die PMU-Behandlung folgt mehreren Schritten, die alle genauso wichtig sind wie die eigentliche Pigmentierung.

Schritt 1: Aufklärungsgespräch und Beratung

Alles beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Sie besprechen die Wünsche, Erwartungen und mögliche Risiken mit Ihrer Kundin. Dies ist der Moment, um Missverständnisse auszuräumen und realistische Ziele zu setzen.

Schritt 2: Vorbereitung der Haut

Die Haut wird sorgfältig gereinigt und desinfiziert. Anschließend tragen Sie eine Betäubungscreme auf, um das Unbehagen während der Behandlung zu minimieren. Diese Creme wirkt etwa 15 bis 20 Minuten lang.

Schritt 3: Farbauswahl und Design

Nun wählen Sie die passende Pigmentfarbe aus. Das Design wird vorgezeichnet, sodass Ihre Kundin eine genaue Vorstellung des Endergebnisses erhält. Dies ist Ihr letzter Moment zum Anpassen, bevor die eigentliche Pigmentierung beginnt.

Schritt 4: Pigmentierung

Die Pigmentierung wird mit einer feinen Nadel in die oberflächlichen Hautschichten eingebracht. Diese Phase erfordert Ruhe, Präzision und volle Konzentration von Ihrer Seite.

Schritt 5: Abschlusspflege und Nachsorge-Anweisung

Nach der Pigmentierung folgt die Abschlusspflege. Sie geben umfassende Hinweise zur Nachsorge mit, die Ihre Kundin unbedingt befolgen muss.

Wichtige Besonderheiten der PMU-Behandlung

Mehrere Faktoren unterscheiden PMU von anderen kosmetischen Behandlungen:

  • Sterile Arbeitsweise: Strikte Hygiene ist nicht verhandelbar
  • Farbverhalten: Pigmente verblassen und verschieben sich über Zeit
  • Individuelle Reaktionen: Jede Kundin heilt unterschiedlich ab
  • Folge-Termine: Fast alle Kundinnen benötigen eine Auffrischung nach 4 bis 8 Wochen
  • Langzeitverantwortung: Sie haften für die Qualität über längere Zeit

Ein Folge-Termin zur Auffrischung ist nicht optional, sondern Standard bei professioneller Arbeit.

Nachsorge-Richtlinien kommunizieren

Die Nachsorge bestimmt maßgeblich über das Endergebnis. Ihre Kundinnen müssen genaue Anweisungen erhalten, was sie in den nächsten 7 bis 10 Tagen tun dürfen und was nicht.

Wichtige Punkte für die Nachsorge-Anweisung:

  • Kein Wasser im Behandlungsbereich für 24 bis 48 Stunden
  • Kein Sport oder Schweiß für mindestens eine Woche
  • Kein Sonnenlicht oder Solarium für 4 Wochen
  • Keine Makeup-Produkte auf der behandelten Stelle für mindestens eine Woche
  • Regelmäßiges Eincremen mit pflegenden Produkten

Die beste Technik nutzt nichts, wenn die Nachsorge nicht stimmt. Investieren Sie Zeit in klare Anweisungen und Sie werden begeisternde Ergebnisse sehen.

Pro-Tipp: Erstellen Sie ein bebildertes Nachsorge-Merkblatt, das Ihre Kundinnen mitnehmen können. Dies reduziert Fehler bei der Pflege und zeigt Ihre Professionalität.

Rechtliche Rahmenbedingungen und NiSV-Vorgaben

Permanent Make-up unterliegt in Deutschland strikten rechtlichen Vorgaben. Die NiSV (Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung) regelt die professionelle Anwendung kosmetischer Verfahren und schützt sowohl Sie als Fachkraft als auch Ihre Kundinnen.

Wer diese Regelungen ignoriert, riskiert hohe Bußgelder und den Verlust seiner Berufserlaubnis.

Was ist die NiSV?

Die NiSV ist eine Verordnung, die Fachkunde für nichtionisierende Strahlung in der Kosmetik fordert. Sie regelt die Anwendung von Ultraschall, Laser und Lichtquellen bei kosmetischen Behandlungen.

Permanent Make-up fällt unter diese Verordnung, da die verwendeten Geräte nichtionisierende Strahlung nutzen. Das bedeutet konkret: Sie benötigen eine spezielle Fachkundeschulung und müssen diese regelmäßig auffrischen.

Ihre rechtlichen Pflichten als Kosmetikfachkraft

Als professionelle Kosmetikerin haben Sie klare Verpflichtungen:

  • Fachkunde nachweisen: Sie müssen eine zertifizierte NiSV-Schulung absolvieren
  • Prüfungen ablegen: Die Schulung endet mit einer Prüfung, die Sie bestehen müssen
  • Weiterbildung sichern: Regelmäßige Auffrischungsschulungen sind verpflichtend
  • Dokumentation führen: Sie müssen Schulungszertifikate aufbewahren und bei Kontrollen vorweisen
  • Kundinnen informieren: Sie müssen über Risiken und den Ablauf transparent berichten

Die Behörden können jederzeit Ihre Fachkundezertifikate überprüfen. Ohne gültige Zertifikate dürfen Sie Permanent Make-up nicht durchführen.

Schulung und Zertifizierung

NiSV-Schulungen bestehen aus zwei Teilen: E-Learning und Präsenztraining. Das E-Learning vermittelt theoretisches Wissen, die Präsenzphase trainiert praktische Anwendungen unter Aufsicht.

Danach folgt eine Abschlussprüfung. Nur wenn Sie diese bestehen, erhalten Sie ein anerkanntes Zertifikat. Dieses Zertifikat ist Ihr Nachweis der Fachkunde.

Wichtige Punkte zu Schulungen:

  • Dauer: Üblicherweise 40 bis 60 Stunden über mehrere Wochen
  • Kosten: Je nach Anbieter zwischen 300 und 800 Euro
  • Gültigkeit: Das Zertifikat gilt befristet, meist 3 bis 5 Jahre
  • Auffrischung: Vor Ablauf müssen Sie ein Update-Training absolvieren

Tätowierung und Permanent Make-up im Arztvorbehalt

Eine wichtige Besonderheit: Sowohl das Entfernen von Tätowierungen als auch von Permanent Make-up fallen unter den Arztvorbehalt. Das bedeutet, Sie dürfen PMU nicht entfernen, nur ein Arzt darf das tun.

Dies ist eine klare rechtliche Grenze, die Sie unbedingt beachten müssen. Kundinnen, die eine Entfernung wünschen, müssen Sie an einen Facharzt weiterleiten.

Die NiSV schützt nicht nur Ihre Kundinnen, sondern auch Sie selbst. Mit einer gültigen Zertifizierung arbeiten Sie rechtssicher und können im Schadensfall nachweisen, dass Sie professionell vorgegangen sind.

Pro-Tipp: Speichern Sie Ihre NiSV-Zertifikate digital und in Papierform, und notieren Sie sich den Ablaufdatum in Ihrem Kalender. Planen Sie die nächste Auffrischungsschulung mindestens 3 Monate vorher.

Risiken, Nebenwirkungen und Hygieneanforderungen

Permanent Make-up ist eine invasive Behandlung, die Risiken birgt. Mit Nadeln werden Pigmente in die Haut eingebracht und verursachen minimale Verletzungen. Ohne strikte Hygiene können Bakterien und Keime Infektionen auslösen, die zu ernsthaften Komplikationen führen.

Übersicht: Worauf Sie bei Permanent Make-up in puncto Hygiene und mögliche Risiken achten sollten

Als professionelle Kosmetikfachkraft müssen Sie diese Risiken kennen, minimieren und Ihre Kundinnen transparent informieren.

Häufige Nebenwirkungen nach der Behandlung

Fast alle Kundinnen erleben nach Permanent Make-up einige normale Reaktionen. Diese sind üblicherweise vorübergehend und klingen nach wenigen Tagen ab.

Normale Nebenwirkungen sind:

  • Rötung: Die behandelte Stelle ist intensiv rot gefärbt
  • Schwellung: Ein leichtes Anschwellen der Augenbrauen oder Lippen ist typisch
  • Schmerzen: Leichte bis moderate Schmerzen in den ersten 24 bis 48 Stunden
  • Blutergüsse: Kleine blaue Flecken können auftreten
  • Krustenbildung: Nach 3 bis 7 Tagen bilden sich Krusten, die abfallen

These Reaktionen sind normal und zeigen, dass der Körper auf die Behandlung reagiert. Sie sollten nach einer Woche vollständig verschwunden sein.

Ernstzunehmende Komplikationen

Seltener, aber möglich sind schwerwiegendere Probleme. Diese entstehen fast immer durch mangelnde Hygiene oder minderwertige Produkte.

Allergische Reaktionen auf Pigmente können Juckreiz, stärkere Schwellungen oder Ausschlag verursachen. Dies tritt bei etwa 2 bis 5 Prozent aller Kundinnen auf.

Infektionen sind die ernsteste Komplikation. PMU-Hygiene-Standards erfordern sterile Einwegmaterialien wie Nadeln und Handschuhe. Ohne diese können bakterielle oder virale Infektionen entstehen, die ärztliche Behandlung erfordern.

Herpes-Reaktivierung: Kundinnen mit Herpes-Vorgeschichte können einen Ausbruch erleben. Diese müssen Sie im Vorgespräch erfragen.

Kontraindikationen: Wann ist PMU nicht geeignet?

Für bestimmte Kundinnen ist Permanent Make-up nicht geeignet oder nur mit Einschränkungen möglich. Sie müssen diese vor jeder Behandlung überprüfen.

Absolute Kontraindikationen:

  • Aktive Herpes-Infektionen
  • Schwere Allergien gegen Pigmente oder Materialien
  • Schwangerschaft (besonders das erste Trimester)
  • Immunschwächeerkrankungen
  • Diabetes (erhöhtes Infektionsrisiko)
  • Stark blutverdünnende Medikamente

Bei diesen Kundinnen sollten Sie die Behandlung ablehnen oder zumindest einen Arzt einbeziehen.

Hygieneanforderungen im Studio

Hygiene ist der wichtigste Schutzfaktor. Eine saubere Arbeitsumgebung mit strikter Sterilität reduziert Infektionen fast vollständig.

Wichtige Hygiene-Maßnahmen:

  • Sterile Einwegnadeln für jede Kundin (nie wiederverwenden)
  • Neue Handschuhe für jede Behandlung
  • Desinfektion aller Oberflächen vor und nach jeder Sitzung
  • Saubere Kleidung und gewaschene Hände vor der Arbeit
  • Pigmente aus sterilen, verschlossenen Behältern
  • Einweg-Tücher und -Spender für Materialien

Eine gute Praxis ist, den Studio-Bereich täglich zu reinigen und wöchentlich tiefgreifend zu desinfizieren.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, wie sich Hygiene- und Nachsorgefehler auf das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen auswirken:

Problem durch FehlerTypischer AuslöserVermeidbare Folgen
InfektionUnsterile Werkzeuge, falsche NachsorgeEntzündung, Schmerzen, Narbenbildung
Allergische ReaktionUngeprüfte Pigmente, fehlende AnamneseRötung, Schwellungen, Ausschlag
Starke KrustenbildungKratzen, Feuchtigkeit im HeilungszeitraumFarbstörungen, Narben
PigmentverlustSonne, falsche PflegeprodukteUnregelmäßige oder schwache Farbe

Nachsorge-Anweisungen für Kundinnen

Die Nachsorge beginnt mit klaren Anweisungen. Kundinnen, die diese ignorieren, erhöhen ihr Infektionsrisiko erheblich.

Wichtige Punkte für Ihre Nachsorge-Anweisung:

  • Die behandelte Stelle nicht berühren oder kratzen
  • Keine Kosmetik auf der Stelle für mindestens 7 Tage
  • Sauna, Schwimmbad und Fitnessstudio für 2 Wochen meiden
  • Kein direktes Sonnenlicht für 4 Wochen
  • Tägliches sanftes Waschen mit pH-neutraler Seife
  • Regelmäßiges Eincremen mit empfohlenen Produkten

Hygiene ist nicht verhandelbar. Ein einziger Infektionsfall kostet Sie Ihre Reputation und kann rechtliche Konsequenzen haben.

Pro-Tipp: Erstellen Sie eine Checkliste für Ihre tägliche Hygiene-Routine und haken Sie jeden Punkt ab. Dies dokumentiert Ihre Sorgfalt und schützt Sie im Schadensfall rechtlich.

Professionelle Permanent Make-up Ausbildung für sichere und präzise Ergebnisse

Permanent Make-up verlangt höchste Präzision und ein tiefgehendes Verständnis für Techniken, Hauttypen und rechtliche Vorgaben wie die NiSV. Die Herausforderungen liegen in der Auswahl der richtigen Methode, der perfekten Farb- und Formgestaltung sowie der sicheren und hygienischen Umsetzung. Viele Kosmetikerinnen stehen vor der Frage wie sie sich bestmöglich auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorbereiten können um ihren Kundinnen dauerhaft schöne Ergebnisse zu bieten ohne Qualitätsrisiken oder rechtliche Probleme

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Empfehlung

Was ist Permanent Make-up und wie funktioniert es?

Permanent Make-up ist eine kosmetische Behandlung, bei der Pigmente mit einer feinen Nadel in die oberflächlichen Hautschichten eingebracht werden, um dauerhafte kosmetische Effekte zu erzielen.

Welche Techniken gibt es für Permanent Make-up?

Es gibt verschiedene Techniken wie Microblading, Powder Brows, Ombre Brows, Kombi Brows und 3D Vollpigmentierung, die unterschiedliche Ergebnisse und Effekte bieten und je nach Hauttyp und Kundenwunsch geeignet sind.

Welche Risiken sind mit Permanent Make-up verbunden?

Die häufigsten Risiken sind Rötung, Schwellung, und manchmal allergische Reaktionen oder Infektionen. Eine strikte Hygiene und sorgfältige Nachsorge sind unerlässlich, um Komplikationen zu vermeiden.

Welche Nachsorge ist nach der Permanent Make-up Behandlung notwendig?

Kundinnen sollten die behandelte Stelle 24 bis 48 Stunden trocken halten, sportliche Aktivitäten für mindestens eine Woche vermeiden und direkte Sonneneinstrahlung für vier Wochen meiden. Regelmäßige Pflege mit empfohlenen Produkten ist ebenfalls wichtig.

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